Fit mit Retro-Training

Warum überhaupt Sport treiben?

Es gibt viele Gründe, warum Menschen Sport treiben. Längst nicht immer müssen sportliche Erfolge mit Medaillen und Titel im Zentrum des Interesses stehen. Viele Menschen treiben Sport, weil es ihnen einfach Spass macht, mit Kollegen und Freunden auf dem Spielfeld um einen Ball zu kämpfen oder mit den Kindern auf dem Spielplatz zu herumzutollen oder weil sie es einfach geniessen, durch den Wald zu joggen.

Andere hingegen suchen den Nervenkitzel. Wiederum andere wollen mit Hilfe von mehr Bewegung abnehmen oder mit gestählten Muskeln besser aussehen. Und dann gibt es auch noch die, die es leid sind, nach ein paar Treppenstufen völlig ausser Atem zu sein.

Sport und Fitness verleiht diesen Menschen ein besseres Lebensgefühl.

Fitness und Gesundheit

Sport hat auch einen wichtigen Einfluss auf unsere Gesundheit. Untersuchungen der Uni Zürich1 zeigen, dass regelmässiges körperliches Training das Risiko für Diabetes, Herzinfarkte und sogar gewisse Krebsarten reduziert. Speziell profitiert auch der gesamte Bewegungsapparat von körperlichem Training.

Flucht
Im Gegensatz zu uns brauchten unsere Vorfahren keinen Sport. Sie trainierten ihren Körper auf der ständigen Suche und Jagd nach nährstoffreicher Nahrung und beim Überlebenskampf gegen Natur und Feinde.

Untersuchungen zeigen, dass unsere Urahnen so muskulös und wohl auch so leistungsfähig wie heutige Sportasse waren. Das belegen die Gelenke und Muskelansatzstellen bei gefundenen Knochen.

Je "zivilisierter" wir jedoch wurden, desto unwichtiger wurde körperliche Leistungsfähigkeit. Wir westlichen Menschen schaffen es sogar, weitgehend sitzend und liegend durchs Leben kommen, denn Maschinen nehmen uns praktisch alle körperliche Arbeit ab. Die Folge: Wir schlagen uns mit Zivilisationskrankheiten und -gebrechen herum.

Ewiges Leben?

Es scheint, dass der Traum vieler Menschen ewiges Leben ist. Dafür schlucken sie teure Wunderpillen und Pülverchen und rennen bei jedem Wehwehchen zum Arzt.

Natürlich verleiht auch Sport kein ewiges Leben. Aber immerhin, auch das zeigen Untersuchungen, kann bereits zweimaliges leichtes Training pro Woche die Sterberate im Vergleich zu körperlich inaktiven Menschen um 19% 2 reduzieren.

Dreimal 20 Minuten intensives Training pro Woche senkt die Sterberate im Vergleich zu inaktiven Stubenhockern sogar um 32% 2. Mit ein Grund dafür ist, dass die Muskulatur aktiv an Stoffwechselvorgängen beteiligt ist.

Keine Zeit? Kurz und wirkungsvoll trainieren

Zeit
Keine Zeit, das ist die wohl häufigste Ausrede, wenn es Sport geht. Wenn jedoch bereits 3 x 20 Minuten Sport pro Woche so viel bewirken, ist "keine Zeit" ein sehr schwaches Argument - sprich es ist lediglich eine faule Ausrede.

Mit Hilfe des hier vorgestellten Retro-Trainings gelingt es jedem und jeder, egal ob jung oder alt, kurze, knackige und wirkungsvolle Trainings an nahezu jedem Ort der Welt durchzuführen.

Retro-Training: Mit einfachsten Mitteln fit werden wie Profis

Retro-Training bedeutet, so zu trainieren, wie es in der Vor-Fitnessstudio- und Muki-Buden-Ära üblich war, nämlich mit dem eigenen Körpergewicht und mit Hilfe von einfachen Hilfsmitteln und Geräten zu trainieren.

Turner sind das beste Beispiel, was so ein Training bewirken kann: Ihre Muskeln und ihre Kraft und Fitness haben sie sich nicht in einem Studio erworben, sondern vorwiegend beim Training mit dem eigenem Körpergewicht. Auch die Elite- und Sondereinheiten beim Militär und der Polizei trainieren nach Methoden und Prinzipien eben aus dieser Vor-Fitnessstudiozeit.

Selbstverständlich darf es anstelle eines "Retro-Trainings" oder ergänzend dazu auch gelegentlich eine schöne Bergwanderung, ein strammer Sonntags-"Spaziergang" oder eine Runde auf dem Fitnessparcours im Wald sein. Abwechslung ist ein sehr wichtiges Element in jedem Trainingsplan und hilft, die Freude an der Bewegung zu erhalten.

1 = Bewegungsförderung in der Arztpraxis, Drs. med S. Hyrenbach-Singer u. B. Martin,17.03.2011
2 = nach Untersuchungen an rund 250'000 Männern und Frauen, Arch Int Med 167, 2007, 2453


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Last Update: 11.09.2016

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