Fit mit Retro-Training

Warum überhaupt Sport treiben?

Es gibt viele Gründe, warum Menschen Sport treiben. Sportliche Spitzenleistungen stehen dabei meist weniger im Zentrum, wohl aber Spass, Freude an der Bewegung und am Spiel sowie der Wunsch, einfach fit zu sein.

Bewegung und Sport früher und heute

Flucht
Im Gegensatz zu uns gebrauchten unsere Urahnen einen leistungsfähigen Körper auf der Suche und Jagd nach Nahrung und bei der Jagd sowie beim Überlebenskampf gegen Natur und Feinde. Gelenke und Muskelansatzstellen bei gefundenen Skeletten belegen, dass unsere Vorfahren so leistungsfähig gewesen sein müssen wie ein heutiger Top-Athlet.

Es ist anzunehmen, dass unsere Vorfahren kein eigentliches Training nach unserem Verständnis durchführen mussten, um derart leistungsfähig zu sein. Ihr Training waren die steten Herausforderungen des Alltags.

Doch je zivilisierter wir wurden, desto unwichtiger wurde körperliche Leistungsfähigkeit. Je länger desto mehr leben wir in einer Gesellschaft, wo uns alles und jedes ins Haus geliefert wird und wir unsere Arbeit am PC im Home-Office verrichten. Wir modernen Menschen schaffen es immer mehr, bequem sitzend und liegend durchs Leben kommen. Die körperliche Arbeit verrichten Maschinen, transportieren lassen wir uns von Fahrzeugen, Rolltreppen und -bändern sowie Aufzügen. Sogar die sportlichen Aktivitäten können wir sitzend oder liegend auf, in oder unter Maschinen absolvieren

Länger leben? Ja, Sport verhilft dazu

Es scheint, dass der Traum vieler Menschen ewiges Leben ist. Dafür schlucken sie teure Wunderpillen und Pülverchen und rennen bei jedem Wehwehchen zum Arzt.

Viele sind sich noch nicht bewusst, dass Sport einen wichtigen Einfluss auf unsere Gesundheit und auf ein längeres Leben hat. Untersuchungen der Uni Zürich1 zeigen, dass regelmässiges körperliches Training das Risiko für Diabetes, Herzinfarkte und sogar gewisse Krebsarten reduziert.

Natürlich führt Sport nicht zu ewigem Leben. Untersuchungen zeigen jedoch, dass bereits zweimaliges leichtes Training pro Woche die Sterberate im Vergleich zu körperlich inaktiven Menschen um 19% 2 reduziert. Dreimal 20 Minuten intensives Training pro Woche senkt die Sterberate im Vergleich zu inaktiven Stubenhockern sogar um 32% 2. Und wenn wir einstens trotzdem sterben, so wenigstens gesünder ...

Wer es gemächlicher angehen will oder aber sportliche Zielsetzungen verfolgt, wird nicht umhin kommen, mehr Zeit als diese 3 x 20 Minuten in sein Training zu investieren.

Keine Zeit? Trainieren Sie kurz und effektiv

Zeit
Keine Zeit, das ist die wohl häufigste Ausrede, wenn es um minimale sportliche Aktivitäten resp. vielmehr deren Auslassen geht. Da bereits 3 x 20 Minuten Sport pro Woche einen hohen gesundheitlichen Nutzen haben, ist "keine Zeit" eine durch und durch faule Ausrede.

Mit Retro-Training gelingt es jedem und jeder, kurze, knackige und gesundheitlich wirkungsvolle Trainings durchzuführen.

Retro-Training: Mit einfachsten Mitteln fit werden

Retro-Training bedeutet, so zu trainieren, wie es vor der Fitnessstudio- und Muki-Buden-Ära üblich war, nämlich nur mit dem eigenen Körpergewicht und unter Zuhilfenahme von einfachen Geräten zu trainieren. Retro-Training ist nach wie vor sehr effizientes Training. Was Sie damit erreichen, besstimmen Sie mit der Anzahl und Dauer der Trainings und deren Intensität.

Turner sind das beste Beispiel, was so ein Training bewirken kann: Ihre Muskeln und ihre Kraft und Fitness haben sie sich nicht in einem Studio erworben, sondern vorwiegend beim Training mit dem eigenem Körpergewicht. Auch die Elite- und Sondereinheiten beim Militär und der Polizei trainieren noch heute nach Methoden und Prinzipien eben aus dieser Vor-Fitnessstudiozeit.

Selbstverständlich darf es anstelle einer "Retro-Trainings-Session" auch mal ein Fussballmatch, eine schöne Bergwanderung, ein strammer Sonntags-"Spaziergang" oder eine Runde auf dem Fitnessparcours im Wald sein. Abwechslung ist ein sehr wichtiges Element in jedem Trainingsplan und hilft, die Freude an der Bewegung zu erhalten.

1 = Bewegungsförderung in der Arztpraxis, Drs. med S. Hyrenbach-Singer u. B. Martin,17.03.2011
2 = nach Untersuchungen an rund 250'000 Männern und Frauen, Arch Int Med 167, 2007, 2453


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Last Update: 01.10.2016

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